Noch 3 Tage…

 

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Die Abschiedstour hat begonnen, ich sage „ciao“ zu allen netten Leuten, die ich zufällig treffe und verabschiede mich manchmal auch mit Besuchen und Telefonaten von allen, die ich vermissen werde, alle erwische ich sowieso nicht. Es ist schon merkwürdig, dass mir erst jetzt bewusst wird, dass es nicht so sein wird wie Portugal, da konnte ich öfter mal herjetten, diesmal ist es für länger, aber dafür ist mir das Ziel auch mehr ans Herz gewachsen.

Mein Koffer liegt seit Tagen aufgeklappt auf dem Bett und ich werfe im Vorbeigehen Dinge hinein, die ich mitnehmen muss, es ist im Prinzip wie 1974, als wir auch nur mit zwei Koffern nach Minas Gerais gegangen sind. Damals wie heute brauche ich nicht mehr, dazwischen liegen Jahre, wo es mir schon wichtig war, auch persönliche Besitztümer um mich zu haben. Vielleicht auch, weil ich ein kleines Kind hatte und der Nestbauinstinkt noch aktiviert war. Inzwischen und nach den Erfahrungen mit den Altvorderen weiss ich, dass Alles nichts ist!

W. hat inzwischen noch zwei potentiell zu mietende Apartments aufgetan, anscheinend sind die Kühe auch in Brasilien nicht mehr so leicht zu melken und es werden nicht mehr so viele potente Mieter auf dem Markt sein, die locker mindestens fünf salario minimos monatlich nur an Miete raushauen. Kommt uns zu Gute. Mein einziger Wunsch oder fast Bedingung ist, dass ich Avenida Atlantica mit vollem Meerblick wohne. Wenn ich sooo nah am Wasser bin möchte ich es auch ungehindert sehen können! Sonst ziehe ich lieber ins Hinterland! Allerdings sind auch im Hinterland die Häuser inzwischen derart verrammelt und vergittert, man kommt sich vor wie im Zoo, das ist auch nicht so schön! Wie sagt Sergio: bei uns in Brasilien laufen die Ganoven frei rum und wir sind eingesperrt! Sie wurden ja schon mal in ihrem riesigen (fast 1000 qm Wohnfläche) Haus überfallen und von so ein paar halbwüchsigen filhos da p… sozusagen als Geiseln genommen. Da ist mir so ein Apartamento im „aranha ceu“ (Wolkenkratzer) schon lieber, da sitzt unten eine guarda und läßt nur Leute rein, die bekannt sind oder sich anmelden lassen. Von anderen Annehmlichkeiten wie Piscina, Partyraum mit Churrasqueira  und Fitnessraum ganz abgesehen. Und man ist in der Stadt, ich bin froh, dass wir letztes Jahr schon dort waren und wissen, was uns erwartet. Gute Restaurants, Cafes mit deutschem Kuchen (naja, an uns eher verschwendet), die Super-Churrascarias (schon besser) und Supermärkte mit allem was man braucht!

Für Interessierte:    Balneario Camboriu

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